Mariä Heimsuchung - News 11. Dezember 2017

Chor der Stadt Wiesbaden zu Gast

Adventskonzert in Mariä Heimsuchung

Am ersten Advent gab es ein besonderes Ereignis in Mariä Heimsuchung zu erleben. Der Chor und Kammerchor der Stadt Wiesbaden unter der Leitung von Christoph Stiller gab ein adventliches Konzert in unserer Kirche. Auf dem Programm standen klassische Weihnachtslieder, Traditionals und englische Christmas Carols.

Der Chor der Stadt Wiesbaden ist der Konzertchor von Wiesbaden und wurde 1847 von Carl Bogler als „GesangVerein“ gegründet und 1854 in „Cäcilien-Verein“ umbenannt. 1938 erhielt er seinen jetzigen Namen durch Vertrag mit der Stadt Wiesbaden. Der Chor wirkt regelmäßig bei Sinfoniekonzerten des hessischen Staatstheaters mit. Rund 70 Sänger und Sängerinnen sind in dem Chor derzeit aktiv (Quelle: www.chor-der-stadt-wiesbaden.de).

Schon öfters hat der Chor Räumlichkeiten der Pfarrei St.Peter und Paul für Proben und Weihnachtsfeier gemietet. Als dann der Chor auf der Suche nach geeigneten Sälen bzw. Kirchen für sein Adventskonzert war, fiel die Entscheidung auf Mariä Heimsuchung.

Mit dem Lied „Transeamus usque Bethlehem“ von Joseph Ignaz Schnabel (1761-1831) begann der Chor, der von Tim Hawken und Christoph Stiller am Klavier begleitet wurde, sein Adventskonzert.

Danach begrüßte Pfarrer Jürgen Paul, als einer der Geistlichen der Pfarrei St. Peter und Paul, die Gäste und Konzertbesucher, die trotz des winterlichen Wetters, sich zahlreich in der Kirche versammelt hatten.

Zu hören waren neben den Klassikern „Maria durch den Dornwald ging“, „Es ist ein Ros entsprungen“ und „Adeste Fideles“ auch wunderschöne englische Weihnachtslieder wie „Joy to the world“ und „Lullay my liking“.

Der Chorleiter Christoph Stiller verstand es, in launiger Art und Weise den Zuhörern zwischendurch etwas zu den Liedern und den Komponisten zu erzählen.  So erfuhren die Konzertbesucher, dass „Cantique de Jean Racine“ von Gabriel Fauré (1845-1924) gar kein Weihnachtslied ist sondern auf eine französische Nachdichtung eines ambrosianischen Hymnus durch Jean Racine basiert. Fauré vertonte das Werk schließlich im Jahr 1865. Man kann verstehen, dass der Chor der Stadt Wiesbaden das Werk gerne in seinen Konzerten aufnimmt. Die Autorin dieses Berichtes hört das ergreifende Chorstück nun rauf und runter.

Bevor Pfarrer Jürgen Paul zu Georg Friedrich Händel überleitete, erinnerte er in seiner Ansprache an die heimeligen Tage in der Adventszeit früherer Zeit, wo man noch viel bei Kerzenschein zusammengesessen, Geschichten vorgelesen und eben ganz viel gesungen hätte.

Bei den drei Händelstücken bekam dann der Tenor und Pianist Tim Hawken seinen Auftritt. Mit wunderschöner Stimme unterstützte er den Chor beim „Hallelujah“ aus Händels „Messias“.

Aber auch die Konzertbesucher durften kräftig mitsingen - zum Schluss bei dem Klassiker schlechthin: „O du fröhliche“. Christoph Stiller erklärte, dass dieses Weihnachtslied in seiner Urfassung ein „Allerdreifeiertagslied“ war, in dem Weihnachten, Ostern und Pfingsten besungen wurden. Schließlich wurde es zum reinen Weihnachtslied umgedichtet. Und so sangen alle inbrünstig „O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit“.

Herzlichen Dank an alle, die diesen schönen Adventsabend in MH ermöglicht haben.

Text und Bilder: Susanne Mende

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